Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin

Pfahlgruppenprüfung in Los 11
Baugrubenaushubsmessungen in Los 14

Für eines der aufwendigsten Bauvorhaben der Hauptstadt sind über ein dutzend Baugruben mit einer Gesamtfläche von ca. 90.000 qm und eine Tiefe bis maximal 18 m erforderlich. Die unmittelbare Nähe zum Spreebogen und zum Humboldt-Hafen und der sandige, bis in tiefe Schichten wasserdurchlässige Untergrund erlauben nur einen Aushub der Baugruben unter Wasser.

Beim Lenzen der UW-Baugrube A wird die Sohle durch ein enges Raster an Jetgrouting-Pfählen mit GEWI-Anker-Armierung vor Auftrieb gesichert. Die hierbei entstehende Pfahlgruppenwirkung wird durch eine gleichzeitig an 9 Pfählen vorgenommene Probeblastung ermittelt. In der Baugrube M1/C werden die durch den UW-Aushub und durch die Entlastung verursachten Hebungen ermittelt.

Blick in die Bahnhofsgeschosse - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, BerlinBlick in die Bahnhofsgeschosse - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, BerlinLehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin Schema des Messsystems - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, BerlinSchema des Messsystems - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin 5-fach Extensometer - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin5-fach Extensometer - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin Wegaufnehmer am Extensometer-Kopf - Lehrter Bahnhof / HauptbahnhofWegaufnehmer am Extensometer-Kopf - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof Wegaufnehmer Detail - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, BerlinWegaufnehmer Detail - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin Miniatur-Stahldehnungsfühler - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, BerlinMiniatur-Stahldehnungsfühler - Lehrter Bahnhof / Hauptbahnhof, Berlin

Anforderungen an das geotechnische Messsystem:

  • Versenkter Einbau des Extensometers in der Bohrung vor Beginn des Aushubs.
  • Wasserdichter und unter Wasser ausbaubarer Datenlogger am Extensometerkopf.
  • Versetzen der Extensometer-Anker im Sand ohne Zementation
  • Vorab-Instrumentierung der GEWI-Stäbe durch Aufkleben der Dehnungsmesser.
  • Dehnungsmesser unempfindlich gegen Hochdruckinjektion.

Der Kopf des Extensometers mit integriertem Datenlogger für 5 Messpunkte wird in eine 70m Tiefe Bohrung versenkt eingebaut. Der Extensometerkopf befindet sich knapp unterhalb des Niveaus der zukünftigen Sohle. Mehrere Wochen nach dem Einbau und Abschluss des Aushubs wir der Datenlogger von einem Taucher geborgen und die Messergebnisse „an Land“ auf einen Rechner zur Auswertung übertragen.

Verwendete Geräte von Geokon

Projekt Eckdaten

Zeitraum Juli 1996 bis Dezember 1997
Messsystem 80 Mini-Stahl-Dehnungsmesser Typ 4100
4 Extensometer Typ A-5 mit je 5 hydraulisch ausfahrbaren Ankern Typ Borros,
je 5 Wegaufnehmern mit schwingender Saite und integriertem, entnehmbaren Bohrlochdatenlogger Typ 8020 für Unterwasserbetrieb
Ergebnis-Visualisierung: auf PCs in Berlin und Braunschweig
Performance Automatische Messung der Verformungsverteilung an GEWI-Armierungen in Betonpfählen bei der Ausführung von Pfahlprobebelastungen in Gruppenversuchen;
automatische Messung der Hebungen von Unterwasserbetonsohle und Untergrund mit versenkbarem Extensometer und integriertem Bohrloch-Datenlogger
Auftraggeber Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) an der TU Braunschweig
Planer GUD Geotechnik und Dynamik Consult GmbH, Berlin
Bauherr Bauherr: DB Projekt GmbH, Knoten Berlin, Berlin