Verfahren

Die Osterberg-Presse, kurz O-cell® genannt, bildet das zentrale Element des innovativen Osterberg-Verfahrens, mit dem Pfahlprobebelastungen an Ortbetonbohrpfählen, Rammpfählen, Endlosschneckenbohrpfählen und Schlitzwänden ausgeführt werden.

Die O-cell® ist eine hydraulisch betriebene, kalibrierte Presse für den Einmaleinsatz. Ein herausragendes Merkmal dieses Verfahrens ist die Kostenersparnis, die sich aus dem vollständigen Verzicht auf Reaktionspfähle, Anker und am Pfahlkopf angeordnete Belastungseinrichtungen ergibt. Die Osterberg-Presse wird im Bereich des Pfahlfußes angeordnet und bringt im Kräftegleichgewicht die Prüflast in beide Richtungen auf.

Die somit auf beide Pfahlabschnitte einwirkende Kraft wird direkt bestimmt. Sie wirkt nach oben gegen die Mantelreibung und nach unten im Wesentlichen gegen den Pfahlsohldruck. Daraus kann der Pfahlfußwiderstand und der Pfahlmantelwiderstand abgeleitet werden. Da die Zone des Kräftegleichgewichts in die Tiefe verlagert ist, entfallen die sonst üblichen Reaktionseinrichtungen am Pfahlkopf, denn die Osterberg-Presse bezieht ihre Aktions- und Reaktionskraft aus den Tragkraftkomponenten des Pfahls selbst.

Ergänzende Verfahren, die ebenfalls als Dienstleistung vor Ort erbracht werden, zählen horizontale Pfahlprobebelastungen, Seitendruckprobebelastungen, Durchschallungsversuche und Bohrlochkalibermessungen.

Verfahren Anwendungsbereiche
Osterbergpresse Zur getrennten Bestimmung von Spitzendruck und Mantelreibung
Horizontalversuch Zur Bestimmung der Bettungseigenschaften des Pfahls
Seitendruckversuch Zur Bestimmung des Verformungsmoduls in einer Großbohrung
Bohrlochkaliber Zur Vermessung und dreidimensionalen Darstellung von Pfahlbohrungen